Nehmen wir an, Sie möchten den A-bewerteten Breitbandpegel aus einem Oktav- oder 1/3-Oktavbandspektrum berechnen – ist das möglich?
Grundsätzlich lautet die Antwort: Ja, das ist möglich. Die Room Acoustics Reporter Software beispielsweise unterstützt diese Konvertierung.
Es ist jedoch zu beachten, dass das Ergebnis dieser Konvertierung weniger genau ist als die direkte Messung des Breitbandpegels. Dies liegt daran, dass die Konvertierung von Z-bewerteten in A-bewertete Pegelwerte mithilfe von normalisierten Korrekturwerten für jeden Oktav- oder 1/3-Oktavbandpegel erfolgt (ähnlich der Frequenzbewertung). Diese Korrekturwerte basieren auf den nominalen (d. h. typischen) Differenzwerten zwischen der Z- und der A-Bewertung. In der Praxis kommt es jedoch vor, dass die nominalen Korrekturwerte geringfügig von den tatsächlichen Werten abweichen. Folglich können Unterschiede zwischen dem nachträglich aus dem Spektrum berechneten Ergebnis und dem tatsächlichen A-bewerteten Breitbandpegel auftreten.
Die folgenden schematischen Diagramme veranschaulichen diese Situation.

A-Bewertung mit -16,1 dB
Nominalfall: Der normalisierte Korrekturwert von -16,1 dB für das 125-Hz-Oktavband basiert auf der Annahme, dass das Schallsignal einen weitgehend flachen Frequenzgang aufweist (z. B. rosa Rauschen). Im oben gezeigten Fall würde dies zu einem A-bewerteten 125-Hz-Bandpegel von 70 – 16,1 = 53,9 dBA führen.

A-Bewertung mit -17,3 dB
Reale Situation: In der Praxis hat das Schallsignal möglicherweise keinen flachen Frequenzgang. Dies bedeutet, dass der tatsächliche Einfluss der A-Bewertung vom Nominalfall abweicht. In dem gezeigten Beispiel zeigt das Messgerät 52,7 dBA für das 125-Hz-Oktavband an, d. h. -1,2 dB weniger als im Nominalfall.